Sommerton-Festival 2017

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Jose Luis Monton – Solo Gitarre

José Luis Montón – Solo Gitarre  (29.08.2014)

Atemberaubender Ideenfluss – “Solo Guitarra” von Jose Luis Monton
Auf seinem ECM-Solodebütalbum “Solo Guitarra” pendelt der virtuose spanische Gitarrist Jose Luis Monton zwischen Flamenco-Tradition, Klassik, arabischen Klängen und zeitgenössischer akustischer Musik.
“Wie der Titel besagt, gibt es hier nichts anderes als Gitarre”, merkt Jose Luis Monton in den kurzen und zurückhaltenden Linernotes zu seinem ersten ECM-Album “Solo Guitarra” an. Bei ECM ist es oft der Fall gewesen, dass eine Produktion einer anderen die Tür öffnete. Als Manfred Eicher Jose Luis Montons kreatives und einfühlsames Spiel bei den Sessions für das pan-iberische “Arco Iris“ – Projekt der marokkanischen Sängerin Amina Alaoui hörte, war ihm gleich klar, dass Monton Potenzial für ein eigenes Soloalbum besaß. Wie “Arco Iris” wurde auch “Solo Guitarra” im Auditorium RSI Lugano in der Schweiz aufgenommen. Und zwar im April 2011, genau ein Jahr nach Alaouis Album.

Virtuosität nicht als Selbstzweck, sondern immer im Dienste der Musikalität

Bei den Solostücken, die man auf diesem Album hört, orientiert sich Monton an der Form, Energie und emotionalen Intensität des Flamenco. Seine Kreationen sind in der Tradition dieser Musik verwurzelt, streben zugleich aber auch in neue Richtungen. “Der Flamenco ist für sich eine wirklich wunderbare Musik, und ich bin zutiefst dankbar für die Inspiration, die er mir in meiner ganzen Karriere beschert hat und bei meinen persönlichen Bemühungen, durch Musik zu mir selber zu finden. Ich schulde den großen Meistern der Flamenco-Gitarre, die die Sprache dieser Musik so sehr bereichert und das Alphabet des Flamenco um neue Buchstaben erweitert haben, unendliche Dankbarkeit.” Nicht selten ist der Ideenfluss in Montons Stücken geradezu atemberaubend. Etwa wenn Melodielinien in einem Notengestöber zersplittern oder elegant durch vielschichtige Rhythmen tänzeln. Dabei dient die Virtuosität jedoch immer musikalischen Zwecken. Montóns Musik speist sich aber auch aus anderen Quellen wie z.B. der klassischen Musik. Dies zeigt sich vor allem, aber nicht nur, in dem von Johann Sebastian Bach inspirierten Titel “Air”, der natürlich an dessen “Air” aus der “Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068” angelehnt ist.

Stets auf der Suche nach Berührungspunkten mit anderen Disziplinen und Kulturen

1962 in Barcelona geboren, gab Jose Luis Monton 1989 sein Debüt als Konzertkünstler. Unter eigenem Namen hat er seitdem u.a. die Alben “Flamenco Entre Amigos” (1996), “Aroma” (1997), “Sin Querer” (2000), “De La Felicidad” (2005), “Flamenco Arabe 2” (2006), “Flamenco Kids” (2010) und “Flamenco Etxea” (2011) eingespielt. Ein Charakteristikum seiner Arbeiten ist seine ständige Bereitschaft, nach Berührungspunkten mit anderen Disziplinen und Kulturen zu suchen. Beispiele dafür sind sein “Flamenco Arabe”-Projekt mit dem ägyptischen Perkussionisten Hossam Ramzy und Kollaborationen mit dem libanesisch-armenischen Violinisten Ara Malikian. Monton erkundet mit dem Akkordeonspieler Gorka Hermosa auch die gemeinsamen Grundlagen des Flamenco und der Musik des Baskenlandes, arbeitet mit Flamenco- und Fado-Sängerinnen wie Carmen París, María Berasarte, Mayte Martín oder Misia zusammen und komponierte Musik für Tanzensembles sowie Theateraufführungen.

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