Sommerton-Festival 2017

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Joachim Kühn

Joachim Kühn

In einer für deutsche Jazzmusiker beispiellosen Karriere hat Joachim Kühn seit den 60er Jahren markante Spuren im internationalen Jazz hinterlassen. 1966 – im Alter von erst 22 Jahren – kehrte er nach der Teilnahme an einem Wettbewerb für junge Jazzmusiker nicht mehr in die DDR zurück und begründete damit seine weltweite Karriere. Noch im selben Jahr erschien nach einem Auftritt beim Newport Jazzfestival in den USA, sein erstes Album beim renommierten Label Impulse.
Er spielte seitdem in immer neuen und oft ungewöhnlich herausfordernden Konstellationen – mit Stars wie Archie Shepp oder Ornette Coleman – aber auch ganz auf sich allein gestellt, solo. In den 70er Jahren war er mit Musikern wie Billy Cobham, Eddie Gomez, Michael Brecker oder Joe Henderson an den elektronischen Keyboards in der Fusion-Szene der amerikanischen Westküste zu finden. Im Paris der 80er Jahre am akustischen Piano im Trio mit dem Bassisten Jean-François Jenny-Clark und dem Schlagzeuger Daniel Humair, das zu den international führenden Klaviertrios zählt.

1994 stand er im Mittelpunkt einer All-Star Band u.a. mit Alfred Mangelsdorff, Klaus Doldinger, Django Bates und der Radiophilharmonie Hannover des NDR. Das dabei entstandene, großformatige Manifest einer europäisch fundierten Jazzmusik „Europeana“ spiegelt auch Kühns musikalische Einflüsse wieder: Obwohl unmittelbar einer Klangsprache des gegenwärtigen Jazz verpflichtet, fühlt er sich seit jeher auch der europäischen Konzertmusik verbunden. Mit höchst individuellen Ausdeutungen von Kompositionen klassischer Komponisten wie Bach oder Mozart, beleuchtet auch das Soloalbum „Allegro Vivace“ diese Linie musikalischer Inspiration.

Das 2007 erschiene Album „Kalimba“ stellt einen anderen, wesentlichen Charakterzug von Kühn heraus: Seine Offenheit und Neugierde, zu entdecken. In der für Klavier-Trios äußerst ungewöhnlichen Besetzung mit dem Marokkaner Majid Bekkas, der das Bass-ähnliche Lauteninstrument Guembri spielt, sowie dem spanischen Schlagzeuger Ramon Lopez, erforscht Kühn dabei unentdeckte Gefilde in der Verbindung nordafrikanischer und europäischer Musik. Im Frühjahr 2008 reiste das Trio eigens in die nordafrikanische Wüste um mit dortigen Musikern in einer einzigartigen Session „Out of the Desert“ aufzunehmen.
„Wir spielen deshalb immer weiter zusammen, weil die Musik sich so einmalig entwickelt. Es wird immer besser“ beschreibt Kühn die Zusammenarbeit mit dem Trio für sein Album „Chalaba“ von 2011. Mit kreativem Vorwärtsdrang lässt sich Kühn selbst nach einem halben Jahrhundert aktiv gestalteter Jazzgeschichte beständig auf neue musikalische Begegnungen ein – etwa Michael Wollny, einem Pianisten einer viel jüngeren Generation.
Im Juni 2011 wurde Kühn mit dem Echo Jazz für sein außergewöhnliches Lebenswerk geehrt. „Out of the Desert live at JazzFest Berlin“ mit der hr-Bigband, ist sein aktuelles Album, das als beste Bigband-Produktion mit dem ECHO Jazz 2012 gekrönt wurde.

Hier ein Beispiel auf youtube: chalaba http://www.youtube.com/watch?v=05Q7AtlFH9c

Und hier ein Link auf die Website: http://www.fild.de/ufart/uf_joku_d.html

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