Sommerton-Festival 2017

Sommerton-Festival 2017

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Philosophie

Die Philosophie

Eine Zeit der permanenten Verfügbarkeit und Wiederholbarkeit musikalischer Events,
wie auch die zunehmende Berieselung mit musikalischem Einheitsbrei, verbunden mit einer Angst der Akteure, den Mainstream zu verlassen, verleiht dem Festival-Live-Erlebnis besonderer Art eine ganz neue Gewichtung für die kulturelle Landschaft.
Konzerte höchster Qualität, die das Publikum aus dem Alltag heraus schweben und in neue Welten eintauchen lassen, werden zur Quelle der Entspannung und persönlichen Inspiration.
Das FEST-ival in seiner ursprünglichen Form bedient genau das, was die Musikwelt so sehnsüchtig zu verwirklichen trachtet: die Besucher versammeln sich an ungewöhnlichen Orten zu einer gemeinsam genossenen musikalischen Reise, auf der Bekanntes und Bewährtes ein antizipiertes freudiges Wiedersehen bietet sowie Begegnungen mit dem erfrischend Neuen das Gewohnte aufbrechen und Horizonte erweitern.
So verbindet das Sommerton-Festival in der gemütlichen und intimen Atmosphäre der niederrheinischen Schlossanlage von Schloss Diersfordt bei Wesel die Auftritte weltbekannter Musiker, wie Al di Meola, Jacky Terrasson, Enrico Rava oder Joachim Kühn, die dem Besucher bislang nur auf entfernten Bühnen der großen Häuser begegnet sein mögen, mit musikalischen Neu-Entdeckungen erster Güte, häufig genug den zukünftigen Gewinnern hochdotierter Preise (Iiro Rantala, Leszek Moszsder, Catrin Finch oder Omer Klein, um nur Einige zu nennen).
Begeisterte Stammgäste wie auch die regionale, überregionale und die Fachpresse bestätigen unser Konzept, ambitionierte Qualität mit Intimität und Gemütlichkeit zu verbinden. Bei uns kann sich jeder Mensch mit offenen Ohren wohl fühlen und musikalisch verführen lassen.

Unser langjähriger Kulturpartner WDR 3 dazu: „Musikalische Landlust – ein erlesenes Wochenend-Programm in idyllischem Ambiente fernab der Hektik des metropolitanen Kulturbetriebs: am letzten Augustwochenende vereint das Sommerton-Festival auf Schloss Diersfordt eine von Jahr zu Jahr wachsende Schar begeisterter Kenner und Liebhaber von künstlerisch hervorragenden Musikern der Welt.“

Wie es begann? Am Anfang war die Musik…
Der Ausgangspunkt liegt in der Kraftzentrale Meiderich im Jahre 1998 beim Duisburger „Traumzeit Festival“…
Wenige Töne genügen als Initialzündung, die musikalische Reise wird zur Metamorphose. Musik dieser Qualität und Strahlkraft entführt in Welten jenseits des bisherigen Erfahrungshorizontes. Diese Dynamik entwickelt sich unabhängig vom Genre und geschieht immer dann, wenn der Musiker mit seinem Instrument verschmilzt und von Liebe und Faszination getragen wird. In Renaud Garcia-Fons‘ Komposition „Hommage à Ostad“ (oder in Iiro Rantalas “Tears for Esbjörn“, mittels derer die Musiker eines verstorbenen Kollegen gedenken) wird die transformierende Kraft der Klänge besonders fühlbar.
Virtuosen wie Iiro Rantala und Renaud Garcia-Fons verbindet die Fähigkeit, gänzlich unprätentiös in ihrer Musik aufzugehen, die den Zuhörenden dann profund erreicht, betrifft und verändert.
Solche Konzert-Erlebnisse bestätigen den Begriff des FEST-ivals in seiner ursprünglichsten Form: Herausschweben aus dem Alltag und Eintauchen in neue Bereiche der Wahrnehmung.
Dieses Motto wird auch unser „Sommerton-Festival“ begleiten, das seinen Ursprung in der Begegnung des Musikenthusiasten Dr. Michael Patt mit Wilfried Schaus-Sahm, dem Erfinder und damaligen künstlerischen Leiter des „Traumzeit-Festivals“ hatte.
Beide trafen sich im Jahr 2000 anlässlich einer Vernissage des Fotografen Volker Beushausen, der ebenfalls Gründungsmitglied des „Sommerton“ e.V. ist und dessen Fotos damals schon der „Traumzeit“ eine besondere Note verliehen.
Am Anfang stand Wilfried Schaus-Sahms Idee, den fast hundert Jahre alten Scherenschnittfilm Lotte Reiningers, „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, mit einer eigens dazu von Renaud Garcia-Fons komponierten Auftragsmusik live zu begleiten.
Zuerst schien die Realisation des Projektes in weiter Ferne zu liegen und wäre wohl im Sande verlaufen, hätte Wilfried Schaus-Sahm nicht den Kontakt zu Professor Michael Kaufmann hergestellt, der sich als künstlerischer Leiter des Kurt Weill Festes, Dessau, sofort für die Idee begeisterte. Die finanziellen Mittel stellten die Kurt Weill Gesellschaft und Dr. Michael Patt bereit und Renaud Garcia-Fons vertiefte sich in die musikalische Umsetzung. Das Ergebnis begeisterte alle Beteiligten und bestätigte die hohen Erwartungen. Wie kein anderer spielt Renaud Garcia-Fons mit den musikalischen Möglichkeiten und Traditionen, sie verwebend und etwas völlig Eigenes erschaffend – dabei bleibt Lotte Reiningers märchenhafter Film durchgehend das inspirierende und führende Element dieser Auftragskomposition.
Im März 2011 fand in Dessau im Bauhaus die Uraufführung statt!
Das Publikum war so verzaubert, dass nach Verhallen des letzten Tones einige Sekunden verstrichen, bevor sich die Begeisterung in euphorischem Applaus entlud.
Bei der Familien-Vorstellung am nächsten Vormittag zeigte sich, dass unser Prinz selbst sehr jugendliche Zuschauer in den Bann zog.
Noch zweimal durften wir an unterschiedlichen Spielstätten das Renaud Garcia-Fons Sextett mit dem Prinzen Achmed erleben. Der Erfolg war berauschend: das Publikum feierte höchste musikalische Qualität und zugleich eine Urerfahrung, die an Kindheitsmythen rührte.
Es entstand die Idee, den Prinzen an den Niederrhein zu holen und damit die Visitenkarte für das neue Festival abzugeben.
Mit dem ihm eigenen, sicheren Instinkt für Qualität, verpflichtete der künstlerische Leiter des neuen Festivals, Wilfried Schaus-Sahm, als weiteren Höhepunkt des ersten Festspiel-Abends, den Pianisten Iiro Rantala, der kurz darauf den renommierten „Echo“ verliehen bekam. Gerardo Núñez, einer der weltbesten Flamenco Gitarristen, dessen neues Album „Travesía“ seine zutiefst persönliche Begegnung mit afrikanischen Bootsflüchtlingen spiegelt und sowohl thematisch als auch musikalisch grenzüberschreitend ist, ergänzt die Trilogie des Eröffnungsabends.
So hat der intensive Eindruck eines Konzertbesuches aus dem Jahr 1998 nicht nur zur Entstehung eines gefeierten Film- und Musikprojektes, sondern 14 Jahre später auch zur Geburt eines neuen Festivals geführt.
Der Sommerton e.V. versammelt ambitionierte Musikliebhaber in einem Förderverein mit dem Ziel, den Menschen in der Region und darüber hinaus unvergessliche Musik-Erlebnisse zu präsentieren.
Angelika Patt

 

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