Sommerton-Festival 2017

Sommerton-Festival 2017

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News

Ausverkauft …

18.05.2017

Liebe Freundinnen und Freunde des Sommerton-Festivals,

das Konzert von Ketil Björnstad am Sonntag, 27. August, in der Schlosskirche Diersfordt ist erwartungsgemäß bereits ausverkauft. Für diejenigen, die dem Auftritt Björnstads nicht beiwohnen können, gibt es den Trost, dass WDR3 das Konzert aufzeichnen wird. Den Sendetermin werden wir rechtzeitig bekanntgeben.

Wir freuen uns, Ihnen für den Ticketerwerb der anderen Konzerte in Wesel eine weitere Vorverkaufsstelle anbieten zu können:

Stadtinformation / Weseler Verkehrsverein e.V.
Telefon       02 81 / 2 44 98
Fax              02 81 / 20 34 99 80
E-Mail        stadtinformation@weselmarketing.de
Anschrift    Stadtinformation
                     Großer Markt 11
                     46483 Wesel

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag
                     10 – 13 Uhr und 13.30 – 18 Uhr
Samstag
                     10 – 13 Uhr

Ehre wem Ehre …

18.05.2017

Ehre, wem Ehre gebührt!

Liebe Freundinnen und Freunde des Sommerton-Festivals,

das Festival-Wochende vom 25. Bis 27. August wird zu einem wahren Gipfeltreffen von aktuellen Preisträgern.

Gerade erst wird bekannt, dass Renaud Garcia-Fons den BMW Welt Jazz Award 2017 gewonnen hat.

Den Hauptpreis überreichte Dr. Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW AG, gemeinsam mit dem Kulturreferenten der Landeshauptstadt München, Dr. Hans-Georg Küppers.
Die Fachjury urteilte: „Überragende Technik ist in der Klassik wie im Jazz nicht alles. ……. Ein Glücksfall ist es, wenn einzigartige Virtuosität am Kontrabass ganz im Dienst eines alle Sinne bewegenden musikalischen Porträts gestellt wird. Wie bei Renaud Garcia-Fons‘ schillernder Hommage an seine Heimatstadt Paris. Da geht es mal lyrisch filigran, mal mit packender Wucht – und nicht zuletzt mit einem stupenden Bogenspiel, das auch klassische Musiker nicht besser beherrschen – quer durch die musikalischen Epochen, typischen Stile und Gemütslagen der französischen Kapitale. Deshalb hat sich die Jury für das Renaud Garcia-Fons Trio als Gewinner des BMW Welt Jazz Awards 2017 entschieden.“
Renaud Garcia-Fons erhielt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und den von BMW Design kreierten Pokal.
Den Publikumspreis erhielt ebenfalls Renaud Garcia-Fons.
 
Anlässlich des ECHO JAZZ 2017 hat auch die Deutsche Phono-Akademie die Preisträger bekanntgegeben. Dazu gehören gleich mehrere Künstler des diesjährigen Sommerton-Festivals

INSTRUMENTALIST/IN NATIONAL PIANO/KEYBOARDS
Michael Wollny

INSTRUMENTALIST/IN INTERNATIONAL SAXOPHON/ WOODWINDS
Émile Parisien

INSTRUMENTALIST/IN NATIONAL DRUMS/PERCUSSION
Eric Schaefer

INSTRUMENTALIST/IN BESONDERE INSTRUMENTE
Vincent Peirani (accordeon)

Informationen und
Fotos von allen Preisträgern sind auf der Website
www.echojazz.de zu finden

Pressemitteilung zum Programm Sommerton-Festival 2017

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13.03.2017

Pressemitteilung zum Programm Sommerton-Festival 2017   Diersfordt, 08.03.2017
Sommertöne entführen auf  eine musikalische Welt/raumreise
Das Sommerton-Festival gibt sein Programm 2017 bekannt.

Wie immer am letzten Augustwochenende, versammeln sich Virtuosen aus Jazz, Klassik und Weltmusik am Schloss Diersfordt, um in professionellem Sound und niederrheinisch-gemütlichem Ambiente die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch Zeit und Welt/Raum zu entführen. 

Diesmal trägt der fliegende Musikteppich, aus vielfarbigen Garnen gewebt, die Besucher von der „Belle Époque“ und Paris über Persien, Russland, Portugal  und Norwegen bis zum Mond, dessen Betreten wir seit Menschengedenken erträumen.

Sommerton-Freunde erwarten am Schloss Diersfordt sieben erstklassige Konzerte mit Künstlern, welche in den großen Konzerthäusern der Welt beheimatet sind und die besondere intim-ländliche Atmosphäre als ebenso inspirierend wie mitreißend empfinden.

Musik entsteht im Kopf und so bietet das Sommerton-Festival wieder einzigartige kreative Augenblicke, die im Live-Erlebnis unvergessliche Momente erschaffen.

Fulminanter Höhepunkt dieser besonderen Events wird zweifelsohne die Uraufführung des, von Sommerton in Auftrag gegebenen und von Michael Wollny und Eric Schaefer komponierten Werkes „MOON“ sein. Die innovative Strahlkraft dieser Auftragskomposition bewegte die Kunststiftung NRW zu einer besonderen Förderung.

Aber auch der Sommerton-Festival-Opener am Freitag, dem 25. August, „Belle Époque“, stellt einen musikalischen Dialog auf höchstem Niveau dar. „Die beste Neuigkeit im europäischen Jazz“ titelt Le Monde über Émile Parisien, dessen Sopransaxophonspiel im Duo mit Vincent Peiranis Akkordeonklängen einen der Höhepunkte im Jazz der letzten Jahre bietet; eine unvergleichliche Symbiose, mit einer Spielfreude vorgetragen, deren musikalischem Witz und Erfindungsreichtum sich kein Zuhörer entziehen kann.

Das nächste Konzert entführt in den Zauber des Orients. Mit Kayhan Kalhor findet eine der charismatischsten Musikergestalten unserer Zeit ihren Weg an den Niederrhein. Weitgereist durch große Konzerthäuser mit dem “Silkroad Ensemble“ Yo Yo Mas, interagiert der Virtuose an der persischen Geige in feingesponnenen Melodiebögen mit dem türkischen Baglama-Spieler Erdal Erzincan. So entsteht ein Klanggewebe voller suggestiver Kraft.

Vom Orient zurück in mediterrane Saitenlandschaften: Renaud García-Fons hat mit seinem fünfsaitigen Bass das Sommerton-Publikum schon wiederholt begeistert, und in diesem Jahr ist der spanische Pianist Dorantes sein Weggefährte beim “Paseo a dos” (Spaziergang zu zweit), einer Aufnahme, die in Spanien zum besten Instrumentalalbum gekürt wurde. Renaud García-Fons gelingt es, seinen Bass zum Singen zu bringen, unfassbar, welche klangliche Bandbreite er dem Instrument entlockt, das mal wie eine Violine schluchzt, mal wie ein Cello raunt oder tost, wie ein ganzes Streich-Orchester. Sehr eigene Wege geht er, und Dorantes folgt ihm inspiriert oder gibt seinerseits die Richtung vor, wenn es durch die Gefilde des Flamenco geht.

Am Samstag, dem 26. August wird die Sängerin Noëmi Waysfeld das Publikum mit ihrem samtenen Alt betören. In Paris geboren, ist Noëmi Waysfeld von klein auf mit Klassik, Jazz und jüdischer Tradition vertraut. Mit ihrem Quartett “Blik“ beginnt sie eine Reise zu ihren musikalischen Wurzeln, sie adaptiert russische Gefangenenlieder und jiddische Chansons in einem außergewöhnlichen schöpferischen Akt. Für ihr Album “Alfama” hat sie legendäre Fados, den portugiesischen Blues, ins Jiddische übertragen und  Melodien voller Sehnsucht, Melancholie und innerer Zerrissenheit geschaffen. Von der Musette, über italienische Folklore bis zu Roma-Traditionen, arabischen Klängen und immer wieder dem Jazz „wetteifern die Musiker wagemutig in diesen Liedern, die zum Tanzen und Weinen bringen“.

Nach der ersten Pause geht die Reise in norwegische Opernhäuser: ein höchst virtuoser Saxophonist, Håkon Kornstad, gibt sich als großartiger und zutiefst intimer Sänger zu erkennen. Als Saxophonspieler verfügt er über eine selten gehörte Klangbeherrschung, als Sänger hat er dieselbe Fähigkeit, die seine Kombination von Jazz und Oper so natürlich erscheinen lässt, als hätte es sie immer schon gegeben. Håkon Kornstad schafft es in “Caruso Meets Coltrane“, zwei völlig verschiedene musikalische Ausdrucksformen auf höchstem Niveau zu verbinden und zur gleichen Zeit ein klares und schlüssiges Werk zu schaffen. 

Den Samstagabend beschließt ein ganz besonderes  musikalisches Ereignis: die Uraufführung der Sommerton-Auftragskomposition „MOON“. 

Jazz lebt von der Improvisation – in der Klassik ist diese Art des Zusammenspiels bisher noch ein Novum. Grund genug für Jazzvisionär Michael Wollny und Triopartner Eric Schaefer, gemeinsam mit dem Norwegian Wind Ensemble aus genau diesen Koordinaten eine neue Form der Kollaboration ins Leben zu rufen. Michael Wollny hat mit seinem Trio eine musikalische Einheit geschaffen, die im zeitgenössischen Jazz neue Maßstäbe gesetzt hat. Nimmt man nun diese gleichsam telepathisch eingespielte Einheit und stellt ihr ein 20-köpfiges norwegisches Bläserensemble mit ähnlich innovativer Vorgehensweise gegenüber, kann man die neuerliche Grenzverschiebung der Möglichkeiten förmlich vorausahnen. Begeistert erkannte Wollny die Dimensionen und neuen Wege, die sich aus der Zusammenarbeit mit diesem Orchester ergeben würden und entwarf zusammen mit Eric Schaefer eine improvisatorische Reise zum Mond. Nah genug, um sein Betreten zu erträumen, gleichzeitig fern und mystisch entrückt ist der Mond die große Projektionsfläche der Menschheit. Die Zuschauer werden Ohrenzeugen, wie aus dem Zusammenspiel der Improvisation des Jazz in der Begegnung mit dem klassischen Orchester etwas völlig Neues entsteht.

Den Abschluss des Sommerton-Festivals 2017 bildet, wie immer, das besondere Konzerterlebnis in der Rokoko-Kirche am Schloss. Der norwegische Schriftsteller und Solo-Pianist klassischer Schulung, Ketil Bjørnstad ist bekannt für seine Hinwendung zum Jazz sowie die improvisatorische Spielfreude, welche sich durch Umgebung und Möglichkeiten der Konzert-Venue inspirieren lässt. An diesem atmosphärisch außergewöhnlichen Sommerton-Spielort werden die Zuhörer Ohrenzeugen eines feingewebten, intimen Konzertmomentes. Herzlich willkommen sind  alle Musikliebhaber mit offenen Ohren und Herzen bei der sechsten Auflage des Sommerton-Festivals am Schloss Diersfordt. Der Erfolg der vergangenen Jahre spiegelt sich in den weit über hundert verkauften „blind-date“ Frühbucherpässen!

Die Konzerte beginnen am Freitag, dem 25. August um 18:30, am Samstag, dem 26. August um 18:00 (!) und am Sonntag, dem 27. August um 15:00 Uhr. Ein Park-Leitsystem ist vorhanden. Speisen und Getränke können erworben werden.

Tagestickets: 40,00 Euro, Festivalpass (Fr & Sa): 74,00 Euro, Sonntag: 24,00 Euro

Ticketverkauf: über unsere Internetseite www.sommerton.de

oder bei den folgenden Vorverkaufsstellen:
Buchhandlung Korn in Wesel

Brückstraße 13, 46483 Wesel

Tel: 0281 – 2 18 76
Ticketshop Mattke in Wesel

Kreuzstr. 24, 46483 Wesel

Tel: 0281 – 2 88 87
Ticketshop Falta in Duisburg

Kuhstr. 14, 47051 Duisburg

Tel: 0203 – 2 64 64
Ingenieurbüro Patt:

Telefonische Bestellung

Tel: 02855 – 96 34 10 | Fax: 02855 – 96 34 34

Auftragskomposition „Moon“ – Frühbucherpass

Liebe Freundinnen und Freunde des Sommerton-Festivals,

 

allen Musik-Interessierten wünschen wir ein Neues Jahr voller begeisternder Klänge im derzeit häufig kakophonischen Weltgeräusch…

Thomas Lindemann bringt unser individuelles Konzert-Erleben in seinem FAZ Artikel über Michael Wollny, den er als „besten deutschen Jazzpianisten“ bezeichnet, folgendermaßen auf den Punkt: „ Musik holt das Innere aus den Musikern heraus und stellt es für alle, die Ohren haben, in den Raum. Du selbst bist der Klang.“

In diesem Sinne laden wir alle wieder zu einer musikalischen Entdeckungsreise zum Sommerton-Festival 2017 am Schloss Diersfordt bei Wesel ein. Als außergewöhnliches Highlight bringt Sommerton, gefördert durch die Kunststiftung NRW,

 

die Auftragskomposition „Moon“ von Michael Wollny und Eric Schaefer zur Uraufführung auf die Bühne.

 

 Kunststiftung NRW

 

Das vollständige Programm wird auf unserer Pressekonferenz im März 2017 bekanntgegeben.

Bis dahin bieten wir traditionell den Frühbucher-Pass zum ermäßigten Preis von 68,00 Euro an. Er berechtigt zum Eintritt zu allen Konzerten am letzten August-Wochenende, außer dem Konzert in der Schlosskirche am Festival-Sonntag.

Der Frühbucher-Pass ist an den bekannten Sommerton-Vorverkaufsstellen erhältlich:

 

Buchhandlung Korn in Wesel (Brückstraße 13, 46483 Wesel, Tel.: 0281/21876)

Ticketshop Mattke in Wesel (Kreuzstraße 24, 46483 Wesel, Tel.: 0281/28887)

Ticketshop Falta in Duisburg (Kuhstraße 14,47051 Duisburg, Tel.: 0203/26464)

Online über die Internetseite des Sommerton-Vereins www.sommerton.de

Telefonisch über das Ingenieurbüro Patt in Voerde (02855/963410)

 

Zum Jahresende erschien nicht nur der euphorische Artikel von Thomas Lindemann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sondern auch eine Liebeserklärung an Wollnys „Nachtfahrten“ durch den stellvertretenden Chefredakteur der ZEIT, Bernd Ullrich, in der vorweihnachtlichen Ausgabe der ZEIT.

 Wollny

 

Beide Artikel sind im Anhang einsehbar.

 

Angelika Patt, Sommerton e.V.

 

(Artikel durch anklicken vergrössern) 

 

 

 Wollny


Michael Wollny

 

Frühbucher-Pass

Liebe Freundinnen und Freunde des Sommerton-Festivals,

aufgrund der starken Nachfrage bietet das Sommerton-Festival ab sofort wieder einen Frühbucher-Pass zum Sonderpreis von 68,00 Euro an. Der Pass berechtigt zum Eintritt aller sechs Konzerte des Festivals am Freitag, dem 25. August und am Samstag, dem 26. August. Das vollständige Programm wird auf einer Pressekonferenz im März 2017 bekanntgegeben. Danach erst gehen auch die Tickets für das exklusive Sonntagskonzert in der Schlosskirche in den Verkauf.
Das Festival bietet wieder Musikgenuss auf höchstem Niveau. Ein besonderer Höhepunkt dürfte die Auftragskomposition „Moon“ von Michael Wollny und Erik Schaefer sein. Das Auftragswerk für das Sommerton-Festival wird gefördert durch die Kunststiftung NRW. Die beiden Komponisten beschreiben „Moon“ wie folgt:
 
„Nah genug um sein Betreten zu erträumen, gleichzeitig fern und mystisch entrückt, ist der Mond die große Projektionsfläche der Menschheit. Durch die Jahrhunderte hinweg, von Matthias Claudius` „Der Mond ist aufgegangen“ über den ersten Science Fiction Film „Le Voyage dans la Lune“ bis zu Pink Floyd´s „The Dark Side Of The Moon“ spiegeln die Werke ihre jeweilige Epoche. Das Kompositionsvorhaben von Michael Wollny und Eric Schaefer zielt, in Kenntnis dieser inspirierenden Kulturgeschichte unseres Trabanten, auf die Konzeption einer kammermusikalische Umgebung, in der Solisten improvisatorisch auf Mondreise gehen können.“

wollny

Die Uraufführung beim Sommerton-Festival findet in folgender Besetzung statt:

Michael Wollny (Klavier und Komposition)
Eric Schaefer (Schlagzeug, Electronics und Komposition)
Christian Weber (Bass)
Musiker des „Norwegian Wind Ensemble“ – Leitung Geir Lysne
Das mit Holz- und Blechbläsern aller Register besetzte „Norwegian Wind Ensemble“ ist eine der traditionsreichsten Formationen aus dem hohen Norden und zugleich für verschiedenste Stilwelten offen, ein Orchester, dessen Musiker die Grenze zwischen notierter symphonischer und aktueller improvisierter Musik aufheben.
,,(…) ein kontrastreicher, vielfarbiger Klangrausch aus Saxofonen, Oboen und Klarinetten, Trompeten, Hörnern und Flöten.“ (Jazzthing)

Jazz und Weltmusik auf höchstem Niveau

Jazz und Weltmusik auf höchstem Niveau
(WAZ)

Wesel. Passend zum Festival-Namen herrschte bei der fünften Auflage des Sommerton-Festivals intimes, entspanntes Sommerflair. Menschen versammelten sich in der Pause in den elegant eingerichteten Sitzecken, genossen ein kühles Getränk und tauschten sich über die Musik aus, die sie zuvor in dem großen weißen Zelt, das mit Teppichboden, Plüschstühlen und einer wirklich brillanten Tontechnik ausgestattet war, hören durften.

„Einmal das Ambiente, es ist so gediegen. Und dann die hochklassige Musik, die so vielfältig ist. Mein Mann ist Jazzfan, ich interessiere mich für Weltmusik“, war die Dortmunderin Karin Pfeiffer-Stock auch bei ihrem vierten Besuch des Festivals sehr angetan. „Und das sind bescheidene Leute, die Musiker, mit denen man sich hier auch einfach unterhalten kann“, ergänzte ihr Mann Adrian Stock. Wie mit dem besten deutschen Flamencogitarristen Rafael Cortez, der den bravourösen Auftakt des Samstags mit seinem gleichnamigen Junior und dem Percussionisten David Bravo bestritt und danach im Schlosshof Autogramme gab. „Es war sehr heiß auf der Bühne, ein schönes Festival“, war sein Eindruck des Erlebten, ehe er zu seiner Schwester fuhr, um dort verdienter-maßen „in den Swimmingpool“ zu gehen.

Am Vortag hatten der griechische Violinist Michalis Kouloumis und sein Quartett, der Stockhausen-Sohn Markus mit Ferenc Snétberger und das Omar Klein Trio – Gewinner des NRW-Förderpreises 2015 und für den Jazz-Echo nominiert – die Zuhörer mit tendenziell eher leiseren Tönen in ihren Bann gezogen. Am Sonntag überzeugten Jean-Louis Matinier und Marco Ambrosini mit ihren Kompositionen in der Schlosskirche. „Kouloumis war für mich die größte Überraschung – ich kannte ihn vorher nicht, aber die Gäste waren wie auf Wolke 7 über der Ägäis“, zeigte sich „Sommerton“- Organisator Michael Patt „extrem zufrieden“ mit dem Verlauf – und der Resonanz des Publikums in den vergangenen fünf Jahren. Das Konzept, hochwertige Musik abseits des Mainstreams an diesem besonderen Ort darzubieten, sei angenommen worden – die Gäste kommen mittlerweile aus ganz Deutschland. „Diese Zufriedenheit der Menschen ist für uns Auftrag“, gestand Patt ein, dass man schon überlegt habe, aufzuhören, „weil das anstrengend ist und jedes Jahr finanziell schwer zu stemmen“ sei. „Aber der Ansporn ist so groß, dass wir gar nicht anders können und wollen.“

Michalis Kouloumis

Michalis Kouloumis flog mit den Zuhörern und seiner Violine auf die Wolke 7 über der Ägäis

Planungen für die nächsten zwei Jahre laufen bereits.

„Frau Westkamp meinte am Freitag, das Festival sei für Wesel ein Aushängeschild“, zitierte Eventmanager Volker Pypetz die erste Bürgerin der Stadt. Die gute Nachricht – man bastelt bereits an dem Programm für die nächsten beiden Jahre. Für 2017 steht nach Pypetz´ Worten mit dem Pianisten Michael Wollny bereits der erste große Act fest. „Und 2018 werden wir wohl das Eröffnungskonzert der Muziekbiennale Niederrhein hier ausrichten.“

Die Gestaltung wird dann wieder der „kreative Motor“ und frühere Erfinder des Duisburger Traumzeit-Festivals Wilfried Schaus-Sahm übernehmen, der durch das Programm führte. „Das ist wie dessen Fortsetzung“; freute sich der Friemersheimer Dieter Thelen über das Gehörte. „Die Musik ist einfach anders.“ Oder wie es der Weseler Klaus Frings ausdrückte: „Eine musikalische Reise.“ Ein gutes Beispiel dafür bot der Auftritt des norwegischen „Mathias Eich Quartetts“ – eine atmosphärisch weite Musik, die mit starken Solisten und dem markanten Trompetenton Eicks die Volksmusik des Heimatlandes mit dem Sound des mittleren Westens der USA kombinierte. Den Samstags-Schlusspunkt setzte der Akkordeon-Zauberer Richard Galliano mit seiner Klangmelange aus Pariser Flair, Tango, Jazz („My funny Valentine“) und Astor Piazzola. Als er mit dessen „Libertango“ zum spektakulären Finale ansetzen wollte und der Klang des einsetzenden Feuerwerks herüberzog, reagierte er souverän, fand einen eleganten Ausstieg und intonierte danach noch eine gefühlvolle Version von John Lennons „Imagine“. Entlang des mit Kerzenlichtern ausgestatteten Weges konnten die Gäste dann erfüllt von stimmungsvoller Musik auf Weltklasseniveau zum Wagen und in die Nacht gehen.

Alexander Florié-Albrecht

Interview mit Markus Stockhausen

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Liebe Sommerton-Freundinnen und Freunde,

die Vorbereitungen zum Sommerton-Festival gehen in den Endspurt und wir konferieren emsig mit Petrus, damit es auch rundum sommerlich wird.
Hier zur Einstimmung ein Interview, das in der Rheinischen Post erschien:
Interview mit Markus Stockhausen vor dem Auftritt beim Sommerton Festival
Der Trompeter, der die Zuhörer berühren will

Das Duo Landscapes – Stockhausen und Snétberger – spielt am Eröffnungstag des Sommerton-Festivals in Diersfordt.
Im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation bewegt sich Markus Stockhausen mit seiner Musik. Mit dem Gitarristen Ferenc Snétberger tritt er als Duo Landscapes beim Sommerton-Festival am Schloss Diersfordt am Freitag, 26. August, auf.
Als Trompetensolist, Improvisator und Komponist ist er im Jazz genauso zuhause wie in der zeitgenössischen und der klassischen Musik. Stockhausen zählt zu den vielseitigsten Musikern unserer Zeit. Er ist Sohn des Komponisten Karlheinz Stockhausen (1928 bis 2007), mit dem er oft konzertierte. Thomas Hesse sprach mit ihm.

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Haben Sie schon mal in Wesel oder in der Niederrhein-Gegend gespielt?
Markus Stockhausen Ja, ich gab bereits mehrmals Konzerte im Kloster Bentlage in Rheine, dann auch in Kleve und Bocholt. Die Besetzung Gitarre und Trompete ist außergewöhnlich.

Wie haben Sie und Ferenc Snétberger sich kennengelernt? Was verbindet Sie musikalisch?
Stockhausen Ferenc rief mich einfach eines Tages an, das war 1999. Er hatte von mir gehört. Dann besuchte er mich, und wir komponierten sofort drei Stücke gemeinsam für die CD „For My People“, die wir bereits am nächsten Tag aufnahmen. Das gelang so gut, dass wir fortan als Duo auftraten. Uns verbindet beide eine ähnliche Auffassung von Klangästhetik, Spielkultur, Jazzgefühl, Melancholie und Musizierlaune. Unsere weiteren CDs „Joyosa“ und „Streams“ sind schöne Zeugnisse davon.

Eine sicher oft gestellte, aber nötige Frage an den Sohn des Komponisten Karlheinz Stockhausen: Welchen Einfluss hatte Ihre Familie auf Ihren musikalischen Werdegang?
Stockhausen Das stimmt, diese Frage wurde mir oft gestellt. Ich bin glücklich, Sohn eines so besonderen Musikers zu sein. Ich lernte sehr viel von ihm. Meine intensive Zusammenarbeit mit ihm begann sofort nach der Schulzeit und währte 25 Jahre lang. Er komponierte viele Stücke für mich und ließ mich Dinge spüren und erkennen, die ich so nie wieder erlebt habe.

Sie sind ein muskalischer Grenzgänger und sprechen oft von „Intuitiver Musik“. Wie grenzen Sie diesen Begriff von der Jazz-Improvisation ab?
Stockhausen Mit Ferenc spiele ich keine Intuitive Musik, auch wenn unsere Improvisationen oft intuitiv inspiriert sind. Aber ich verwende diesen Begriff für eine ganz freie Musik, die komplett im Moment entsteht und keinerlei Absprachen oder stilistische Festlegung vorausplant.

Welche Rolle hat Spiritualität bei Ihrem musikalischen Schaffen?
Stockhausen Es ist ein Grundgefühl, das mein ganzes musikalisches Wirken durchzieht. Ich mag keine oberflächliche Musik spielen, die nur unterhalten oder beeindrucken will. Ich wünsche mir immer, dass die Zuhörer tiefer berührt werden, im Seelischen, so dass sie nach Hause gehen und noch lange die Musik und das Erlebnis in sich tragen.

Ihr Konzert in Diersfordt wird in einem Zelt stattfinden. Welche Rolle spielen der besonderer Raum und das Publikum für Ihren Auftritt?
Stockhausen Instinktiv passt man sich als Musiker den äußeren Gegebenheiten an. Manche sind der Musik zuträglich, in anderen Situationen gibt es störende Faktoren. Das weiß man vorher nicht so genau. Es liegt im Interesse des Veranstalters, für Musiker und Publikum die bestmöglichen Bedingungen für ein gelungenes Konzert herzustellen.

Liebe Sommerton Freundinnen und Freunde,
in diesem Zusammenhang sei uns nur kurz die Anmerkung gestattet, dass unser Zelt von innen einem Theatersaal nahe kommt und die Firma Höhnerbach in Bezug auf Sound und Gestaltung höchsten Ansprüchen genügen wird.

Richard Galliano

Liebe Freundinnen und Freunde des Sommerton-Festivals,

„Wenn der französische Akkordeon-Meister Richard Galliano auf der Bühne steht, wirbeln seine Finger mit akrobatischer Leichtigkeit über die Tastatur, lassen das Instrument in Melancholie weinen oder vor Freude jubilieren.“

Mit diesen Worten kündigt die Elbphilharmonie, die sich demnächst zu den zehn bedeutendsten Häusern weltweit zählt, das Konzert des Zauberers auf dem Akkordeon im März 2017 an. Wir ersparen Ihnen den weiten Weg. Wir holen Galliano zu einem seiner gefeierten Soloauftritte in unsere Spielstätte am Diersfordter Schloss und schaffen ein intimes Erlebnis, das im Gegensatz zu den großen Konzerthäusern aus der räumlichen Nähe zwischen Künstler und Publikum seine Einzigartigkeit schöpft. Musiker wie Al di Meola, Enrico Rava oder Leszek Mozdzer, die in den Philharmonien beheimatet sind, entdeckten schon in den vergangenen Jahren diese besondere Sommerton-Atmosphäre im Dialog mit den Besuchern. Auch Michel Godard, der beim Sommerton-Festival 2013 mit seinem Serpent und dem Auftritt seines Ensembles in der kleinen Rokoko Kirche am Schloss Diersfordt die Zuschauer zutiefst bewegte, ist im kommenden Jahr für die Elbphilharmonie gebucht, ebenso wie der Pianist Gwilym Simcock, der beim Sommerton-Festival 2015 als Shooting Star die Zuhörer auf eine spannende Jazzreise entführte.

Zur Einstimmung auf den Festival-Samstag noch eine CD Empfehlung:

Zärtliche Quetschkommode – Auf seinem neuen Album präsentiert Richard Galliano Werke von Mozart

Am 17. Juni erschien im Hause Deutsche Grammophon ein außergewöhnliches Album mit Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart. Richard Galliano lässt die zeitlos schöne Musik auf dem Akkordeon in allen Farben des Regenbogens erstrahlen.

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© Alix Laveau / Universal Classics & Jazz France Richard Galliano

Das Akkordeon wird mit einem Augenzwinkern auch schon mal als Quetschkommode bezeichnet, ist jedoch ein ungeheuer vielseitiges Instrument und in vielen Stilrichtungen beheimatet: Tango, Jazz oder Volksmusik – der Akkordeon Virtuose versteht es, sich rhythmisch und harmonisch in viele musikalische Welten einzufühlen. Auf seinem dritten Album mit Werken aus dem klassischen Repertoire beweist Richard Galliano, dass auch die Musik aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart hervorragend zu seinem Instrument passt.

Hier der Trailer zum Album:


Wie in den vergangenen Jahren, ist das Sonntags-Konzert in der Schlosskirche bereits ausverkauft !

Weitere Informationen und Tickets auf dieser Webseite.

Omer Klein Trio

Liebe Freundinnen und Freunde des Sommerton-Festivals,

mit stehenden Ovationen wurde das Omer Klein Trio bei der JazzBaltica gefeiert. Wir freuen uns auf das Konzert mit der Band zum Abschluss des ersten Festivaltages am Freitag, 26. August.

Im Februar 2017 wird das neue Album des Omer Klein Trios erscheinen. Hierfür nutzen die Musiker den August und gehen mit neuen Songs ins Studio. Vielleicht wird man beim Sommerton-Festival schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen.

Omer Klein beschreibt sein Werk wie folgt:

„Meine Arbeit an diesem Album ist anders als bei meinen bisherigen Veröffentlichungen. Diesmal schreibe ich Musik für eine Band, die noch nie so perfekt harmonierte und so eng beieinander war, wie heute. Es ist mein neues Trio mit Amir Bresler am Schlagzeug und Haggai Cohen-Milo am Bass.
Das Album wird wie eine Erzählung sein, wie ein Roman, ein Film oder ein Theaterstück. Die Songs sind tief miteinander verbunden. Sie verweisen auf einander mit verschiedenen musikalischen Möglichkeiten und sie sind – verzeihen Sie, wenn ich so hoch greife – von philosophischer Art.
Es wird auf dem Album viele Stimmungen geben – punkige und trotzige Stücken, profunde und melancholische, wild-ekstatische und verträumt-geheimnisvolle.
Wir freuen uns schon darauf, unsere unbändige Freude am Musizieren an jeden möglichen Ort auf diesem verrückten und schönen Planeten zu bringen, überall dort, wo die Leute uns zuhören wollen. „

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Hier ein Video vom Auftritt im Opernhaus von Nancy. (Ziv Ravitz – drums)

Weitere Informationen und Tickets auf dieser Webseite.

Michalis Kouloumis

Eine der eindrucksvollsten CD-Einspielungen der letzten Jahre im Bereich der Musikkulturen stammt von Michalis Kouloumis. Man hätte es erwarten können, weil Kouloumis im Ensemble der Sängerin Cigdem Aslan seit Jahren als Solist herausragt.

„Soil“, so der Titel seines Debuts, ist eine ästhetisch reizvolle, neue Herangehensweise an traditionelle zypriotische Musik, verbunden mit Improvisationen (taksims) und ausgefeilten Soundscapes.

Die Aufnahme wurde von der internationalen Presse hochgelobt. Jamie Renton schrieb im „fRoots Magazin“: „Ich kann mich nur an wenige Veröffentlichungen erinnern, die mich durchgehend beim Anhören so gefesselt haben.“

Michalis Kouloumis stammt aus einer musikalischen Familie von der Insel Zypern.

Schon in seinen frühen Jahren fiel er durch seine musikalische Sensibilität auf. Heute ist er einer der wichtigsten „Weltmusik-Violinisten“, der sich auf traditionelle griechische und zyprische und die klassische osmanische Musik spezialisiert hat.

Er ist international anerkannt für seine Improvisationskunst und die Verwendung spezieller Techniken, wie z.b. das „diplochordo“  in seinem Spiel.
Kouloumis lebt in London, ist Dozent an der Hochschule in Rotterdam und gibt neben Konzerten europaweit Violinen-Workshops.

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Anlässlich eines Auftritts in London gab Kouloumis zusammen mit den Brüdern Nikos und Thodoris Ziarkas, mit denen zusammen er sein Trio bildet, ein Interview, das wir hier in Auszügen ins Deutsche übersetzt haben und das einige Aspekte der Musik, die er mit seinem Quartett am 26. August bei unserem Festival spielen wird, erläutert. Weiterlesen

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