Sommerton-Festival 2018

Sommerton-Festival 2018

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Month: August 2015

Sendetermin WDR 3

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Liebe Freunde und Besucher des Sommerton Festivals,

auch in diesem Jahr schneidet WDR3 mehrere Konzerte unseres Festivals mit. Der Sendetermin steht nun fest:

WDR 3 Konzert | Mittwoch, 7. Oktober 2015, 20.05 – 22.00 Uhr
Sarajevo, Serbien, Senegal-Wales

„Musikalische Landlust – ein erlesenes Wochenend-Programm in idyllischem Ambiente fernab der Hektik des metropolitanen Kulturbetriebs: am letzten Augustwochenende vereint das Sommerton Festival auf Schloss Diersfordt eine von Jahr zu Jahr wachsende Schar begeisterter Kenner und Liebhaber von künstlerisch hervorragenden Musiken der Welt.“

Link zur Ankündigung des WDR 3 Sendetermins:

http://www.wdr3.de/musik/musikkulturenbeiwdr3/konzert806.html

 

In allen Regenbogenfarben schimmernd, Maria João im Interview

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Einen gewohnt temperamentvollen Auftritt von Maria Joao und ihrem Quartett kann man am 29. August beim Sommerton Festival erwarten. Warum ihre Musik so gar nicht typisch portugiesisch klingt und warum sie auf der Bühne goldene Zeiten erlebt, das erzählt die Sängerin im Interview mit Susann Winkel von Südthüringen.

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Frau João, welche Farbe hat der Sommer für Sie?

Gelb. Diese Farbe ist voller Sonne, voller Licht. Eine sehr positive Farbe, wie ich finde. Und sie ist wirklich mein Favorit. Überall in meinem Haus habe ich gelbe Dinge, in meinen beiden Badezimmern habe ich zum Beispiel gelbe Toiletten.

Ihr aktuelles Album und Programm heißt „Iridescente“, übersetzt bedeutet das so viel wie „in allen Regenbogenfarben schimmernd“. Was hat es mit Ihnen und den Farben auf sich?

Ich liebe Farben und ich liebe es, mich in Farben zu kleiden. Wann immer es möglich ist, trage ich sie. Alle Farben, nur kein Schwarz, das gefällt mir nicht so gut.

Wenn Deutsche der portugiesischen Musik eine Farbe geben müssten, dann wäre das Schwarz. Schwarz wie der unglückliche und sehnsuchtsvolle Fado. Ihre Musik ist so völlig verschieden davon.

Das stimmt, ich mache etwas völlig anderes. Das hat sicher mit meiner Herkunft zu tun – meine Mutter stammt aus Mosambik, mein Vater aus Portugal. Diese beiden Einflüsse trage ich in mir, sie sind sehr wichtig für mich. Eine portugiesische Fado-Sängerin bin ich wirklich nicht.

Können Sie Ihre Musik, die Farbe Ihrer Musik beschreiben?

Das ist eine ziemlich schwierige Frage. Am liebsten beschreibe ich es folgendermaßen: Die Musik, die wir – das Mario Laginha Quartett und ich – machen, hat zwei Füße. Der eine Fuß steht ganz fest im Jazz mit seinem unermesslichen Reichtum an Harmonien und Melodien. Der andere Fuß, das sind die Einflüsse, die wir für unsere Musik aus ganz unterschiedlichen Bereichen erhalten: aus der Popmusik, aus afrikanischer Musik oder aus Rockmusik, von überall her. Auf diesen beiden Füßen steht unsere Musik.

Haben Sie auch Einflüsse aus Deutschland, von deutscher Musik erhalten?

Nein, Einflüsse aus Deutschland finden sich nicht in meiner Musik. Aber Deutschland gehört zu Europa und ich lebe in Europa. Daher gibt es sicher indirekte Beeinflussungen, nur keine direkten musikalischen.

Musikalisch ist Deutschland nicht Ihr Land – allerdings sind Sie ziemlich oft hier.

Ich liebe Deutschland, in Europa ist es für mich als Musikerin mein zweitliebstes Land nach meiner Heimat Portugal. Das Publikum in Deutschland war immer unvorstellbar warmherzig zu mir. Es hat mich stets gut empfangen und mir erlaubt, viel von mir als Künstlerin zu geben. Daher reise ich so gerne hierher für Konzerte. Und nicht nur für die, ich habe auch viele Freund hier.

Sie sprechen sogar ein wenig Deutsch.

A little bit, yes. Ein kleines bisschen.

Vor wenigen Tagen haben Sie ein großes Konzert in Ihrer Heimatstadt Lissabon gegeben, in Meiningen gastieren Sie in einer Kleinstadt. Ist der Auftritt vor kleinem Publikum für Sie als Künstlerin schwieriger?

Nein, es macht für mich keinen Unterschied, ob ich in großen oder kleinen Städten, vor viel oder wenig Publikum auftrete. Entscheidend sind die Menschen, die da sind. Ob es nun zehn, 500 oder 1000 sind.

In Ihren Konzerten wirken Sie sehr spontan. Reagieren Sie vor allem auf das, was Ihnen das Publikum gibt, oder wissen Sie zuvor genau, was Sie tun werden?

Bevor ein Konzert beginnt, entscheiden wir, welche Titel wir spielen werden. In der Musik selbst ist dann aber jede Menge Raum für Improvisation. Das macht es so schön, so reizvoll. Ich liebe es, zu improvisieren, etwas auf der Bühne aus dem Augenblick heraus zu erschaffen.

Sie singen nicht nur im Konzert, Sie liefern eine Show.

Ja, das ist der Moment des größten Glücks für mich. Neben meinem Sohn ist die Musik auf der Bühne das, was mich von allem auf der Welt am glücklichsten macht. Die Zeit auf der Bühne mit all meiner Kreativität und Spontanität als Künstlerin – das ist die goldene Zeit für mich.

Interview: Susann Winkel für südthüringen.de

Legendäres Label ECM – Jazzlegende Enrico Rava

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In Sachen Altersdiskriminierung kann man der Jazzszene keinen Vorwurf machen: In seiner August-Ausgabe verkündet das US-Jazz-Magazin „Down Beat“, dass das von der Redaktion berufene internationale Kritiker-Gremium die Münchner Plattenfirma ECM – wieder mal – zum „Label of the Year“ und ECM-Chef Manfred Eicher zum „Producer of the Year“ kürte. Eicher ist 72 Jahre alt, sein Label gründete er 1969.

Für US-Musiker ist ECM oft gleichbedeutend mit deutschem Jazz, obwohl der berühmteste Künstler der Münchner Plattenfirma ein Amerikaner ist – der Pianist Keith Jarrett. Zu den bekanntesten Europäern, die das Label beherbergt, gehört der italienische Trompeter Enrico Rava. Sein neuestes Album „Wild Dance“ erscheint in diesem Monat, und es ist ebenfalls eine Gratulation an Manfred Eicher wert. (Text: Kulturspiegel August. Hans Hielscher)

„Wild Dance“ erscheint am 28. August, am Tag des Auftritts von Enrico Rava im Duo mit Stefano Bollani beim Sommerton Festival.   Bollani ist ebenfalls ECM-Künstler, genauso wie eine weitere Legende, John Surman, der das Festival am Sonntag mit einem Solokonzert in der Schlosskirche beendet.

Hier ein Hörbeispiel aus „Wild Dance“ Enrico Rava Quartett:

„Cornette“

http://player.ecmrecords.com/rava-2456

Neues von Gwilym Simcock

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„Das Klavier ist ein wundervolles Instrument, es ist in sich selbst ein Orchester.“ sagt Gwilym Simcock, der als größtes Talent der britischen Jazzpianisten-Szene gilt. Er vergleicht sein Instrument also nicht mit einer Jazz-Combo, sondern gleich mit einem ganzen Orchester. Das deutet auf seine klassische Ausbildung hin, die ihm Bach, Chopin oder Ravel leicht von der Hand gehen lässt und seinen Stil maßgeblich beeinflusst hat.

Es sind vor allem Musiker, die auf ihn aufmerksam machen – wie Chick Corea, der ihm eine „eigenständige, kreative Begabung“ bescheinigt und ihn dem Klavier-Festival Ruhr 2007 als Stipendiaten empfahl.

Corea und Jarrett nennt Simcock selbst als prägende Einflüsse. Musiker wie diese zu hören veranlasste ihn mit 15 Jahren, zum Jazz zu wechseln, als er sich eigentlich darauf vorbereitete, klassischer Konzertpianist zu werden. Er gab bereits mit elf Jahren klassische Klavierkonzerte.

Simcock, Jahrgang 1981, wuchs im westenglischen Cheshire auf. Vom dritten Lebensjahr an spielte er Klavier. Seine Begabung wurde früh erkannt. Mit sieben Jahren besuchte er das Londoner „Trinity College of Music“, mit neun kam er an die „Chetham’s School“ in Manchester, wo er  Klavier und Waldhorn belegte und den klassischen Weg einschlug – bis er den Jazz für sich entdeckte. Das Jazz-Studium an der „Royal Academy of Music“ schloss er mit Auszeichnung und einem Sonderpreis für herausragende Leistungen ab. Von der klassischen Musik wandte er sich dabei nie ganz ab:

„Bei Musik ist das wie bei der Sprache. Man kann gar nicht anders, als auf das zurückgreifen, womit man groß geworden ist. In meinem Fall waren das Strawinsky, RimskijKorsakow und, vor allem, Bach.“ Aber auch Chopin oder Ravel begegnet man in seinem Spiel.

An Simcocks Kompositionen besticht zuerst der Sinn für melodische Klangfolgen, und wenn er zu Standards greift, dann zu solchen mit betörender Melodie. Die gleiche Vorliebe kommt in seinen Improvisationen zur Geltung:

„Ich will das Klavier singen lassen. Ich muss im Kopf Melodien hören, wenn ich improvisiere.“ 

Seinen großen Karrieresprung in Deutschland verdankt er einem Solokonzert auf Schloss Elmau, dessen Mitschnitt vom Produzenten Siggi Loch für das ACT-Label herausgebracht wurde. Mit „Good Days at Schloss Elmau“ gelang Gwilym Simcock eine der besten Piano Solo-Einspielungen der vergangenen Jahre. Das Album wurde 2011 für den Mercury Prize, den wichtigsten genreübergreifenden Award im britischen Commonwealth, nominiert, womit er plötzlich auf gleicher Berühmtheits-Stufe stand wie Popstar Adele.

Das Schlüsselstück des Albums, „Hit“, ist Simcocks Komposition „These are the good days“. Hier erläutert Simcock, wie er das Stück komponierte und aufbaute.

Gwilym Simcock live Session: How I wrote… These are the Good Days

https://www.youtube.com/watch?v=vQO7cP34NQY

(Text unter Verwendung eines Artikels von Dr. Bertold Klostermann für „fonoforum“)

Entdecke die Möglichkeiten

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Liebe Freunde und Besucher des Sommerton Festivals,

der folgende Vorbericht über das Sommerton-Festival erschien gestern in der NRZ.
Er weckt viel Vorfreude auf das Festival in ein paar Wochen!

Moeglichkeiten